Behaupten und Begründen
So gehen Sie vor
Diese Etappe bearbeiten Sie vor der Doppelstunde zu Hause. Gehen Sie die fünf Schritte der Reihe nach durch. Sie müssen nicht alles in einem Zug schaffen. Ihre Antworten bleiben in diesem Browser gespeichert, und wenn Sie auf demselben Gerät zurückkommen, bringt Sie der Knopf »Weitermachen« zur nächsten offenen Aufgabe.
- 01Einstieg5 Min.
Sie lesen die Ausgangsfrage und halten eine erste Antwort fest.
- 02Erklärung13 Min. Video
Sie sehen das Video oder lesen die Lesefassung; eines von beiden genügt.
- 03Üben45 Min.
Sie bearbeiten 6 Aufgaben, 4 davon mit sofortiger Rückmeldung.
- 04Ihre These15 Min.
Sie legen Ihre eigene These für »Change my Mind« fest.
- 05Rückblick5 Min.
Sie prüfen Ihre erste Antwort, schätzen sich ein und schließen die Etappe ab.
Sie haben diese Etappe abgeschlossen. Zum Wiederholen können Sie jederzeit einsteigen, Ihre Antworten sind noch da.
Was Sie brauchen und wo Ihre Antworten landen
Sie brauchen ein iPad oder einen Computer und für das Video Kopfhörer. Ohne Kopfhörer nehmen Sie die Lesefassung; sie enthält dasselbe wie das Video.
Die meisten Aufgaben beantworten Sie direkt auf dieser Seite und bekommen sofort eine Rückmeldung. Aufgaben ohne Antwortfeld schreiben Sie ins Heft oder in Ihre Notiz-App und tippen danach hier auf »Erledigt«.
Die Arbeit an Ihrer These kommt in jeder Etappe auf ein eigenes Blatt. Sammeln Sie die Blätter in einer Mappe oder in einer Notiz »Change my Mind« in Ihrer Notiz-App; in der Werkstatt am Ende des Bandes brauchen Sie alle.
Ohne Anmeldung bleibt alles in diesem Browser. Mit Ihrem Schülerzugang gehören die Ergebnisse der Aufgaben mit Antwortfeld, der Abschluss, Ihre Selbsteinschätzung und Ihre Antwort im Rückblick zu Ihrem Bereich, auch auf einem anderen Gerät. Ihre erste Antwort, Ihre Notizen und die Haken bei Heftaufgaben bleiben immer in diesem Browser. Meldet sich hier später jemand mit einem anderen Code an, legt die Seite Ihren Stand beiseite, bis Sie sich wieder anmelden.
Und was passiert in der Doppelstunde?
Die Doppelstunde beginnt mit den Stolpersteinen der Klasse, also mit den Denkfehlern, die in den Aufgaben am häufigsten vorkamen. In diese Liste gehen nur Antworten ein, die über Ihren Schülerzugang bei mir ankommen. Am sichersten melden Sie sich an, bevor Sie üben; was Sie vorher in diesem Browser geübt haben, reicht die Seite bei der Anmeldung nach. Das gilt nicht auf einem Gerät, an dem vorher schon jemand anderes angemeldet war: Dort gehört der Stand im Browser dieser Person.
Danach vertiefen wir das Werkzeug am Material und arbeiten an den Thesen weiter. Wer die Etappe vorher nicht geschafft hat, holt sie in der Stillarbeit nach; die Lesefassung geht auch ohne Kopfhörer.
Erst selbst nachdenken
5 MinutenAm 28. Mai 2024 standen auf unserem Pausenhof Tische mit Plakaten. Auf den Plakaten standen Thesen, von »Sterbehilfe sollte legal sein« bis »Pepsi ist besser als Coca-Cola«, und unter jeder These dieselbe Einladung: »Change my Mind«. An diesen Tischen wurde eine Pause lang hart gestritten, und die Gespräche blieben Gespräche. Dieselben Thesen stehen jeden Tag in den Kommentarspalten des Internets, und dort enden sie nach drei Antworten in Großbuchstaben. Warum gelingt am Tisch, was in der Kommentarspalte scheitert?
»Eine These pro Tisch. Wer sich setzt, greift an; wer dahinter sitzt, verteidigt. Es zählen nur Argumente. Und umgestimmt zu werden ist keine Niederlage, sondern der Sinn der Sache.«
Bevor Sie weitergehen
Beantworten Sie die Frage zuerst für sich, bevor Sie Video oder Lesefassung öffnen. Ein oder zwei Sätze genügen. Schreiben Sie sie ins Feld darunter, dann zeige ich sie Ihnen im Rückblick wieder. Die Antwort darf falsch sein.
Bleibt in diesem Browser, nichts wird übertragen.
Das können Sie danach: Sie können eine Behauptung von ihrer Begründung unterscheiden und wissen, warum erst die Begründung eine Diskussion in Gang bringt. Sie kennen die zwei Regeln des Tischs, die Begründungspflicht und die Relevanz, und können an einem Gespräch zeigen, wo sie eingehalten und wo sie verletzt werden.
Weiter zu Schritt 2: Erklärung →Das Werkzeug kennenlernen
Video 13 Minuten oder Lesefassung etwa 16 MinutenSo nutzen Sie die Erklärung
Video und Lesefassung erklären dasselbe, eines von beiden genügt. Das Video führt Sie Schritt für Schritt durch den Gedankengang. Die Lesefassung passt, wenn Sie lieber lesen, keine Kopfhörer haben oder während der Aufgaben etwas nachschlagen wollen.
Achten Sie darauf, wo die Erklärung auf die Ausgangsfrage zurückkommt, und vergleichen Sie das mit Ihrer ersten Antwort.
Ohne Verbindung lässt sich das Video nicht abspielen. Die Lesefassung steht Ihnen trotzdem offen.
Das Video konnte nicht geladen werden. Wählen Sie 720p oder 480p für einen neuen Versuch, oder öffnen Sie die MP4-Datei direkt.
Zwei Orte, dieselben Thesen
Am 28. Mai 2024 standen auf dem Pausenhof unserer Schule Tische, die dort sonst nicht stehen. Auf jedem lag ein Plakat mit einer These und darunter dieselbe Einladung: »Change my Mind«, ändere meine Meinung. Die Thesen hatten sich die Schüler der S5 selbst ausgesucht, von »Sterbehilfe sollte legal sein« bis »Pepsi ist besser als Coca-Cola«. Wer sich an einen Tisch setzte, griff die These an, und wer dahinter saß, verteidigte sie. Ich habe das Projekt mit meinen Klassen veranstaltet, und an den Tischen wurde hart gestritten. Aber die Gespräche blieben Gespräche, eine ganze Pause lang.
Dieselben Thesen kennen Sie von einem anderen Ort. Über Sterbehilfe, über Diversität in Disney-Filmen und über die bessere Cola wird jeden Tag in den Kommentarspalten unter Videos und Nachrichten gestritten, und dort läuft es anders. Auf die These folgen drei Antworten, dann Großbuchstaben, und nach einer Minute geht es um alles Mögliche, nur nicht mehr um die These. Die Thesen sind dieselben, aber die beiden Gespräche ähneln einander ungefähr so wie ein Handschlag einer Ohrfeige. Legen Sie sie einmal nebeneinander.
Dieselbe These an zwei Orten
Am Tisch · Pausenhof
GastWoher weißt du, dass Pepsi besser ist?
VerteidigerWeil sie weniger süß schmeckt.
GastStimmt das überhaupt? Und selbst wenn: Ist weniger süß denn besser?
VerteidigerDas Erste kannst du probieren. Über das Zweite reden wir.
Kommentarspalte
Nutzer_0341Pepsi ist besser als Coca-Cola.
Nutzer_1782Stimmt gar nicht!!
Nutzer_0341DOCH. DAS SIEHT JEDER SO!!!
Nutzer_2019Keine Ahnung, aber typisch Pepsi-Leute.
Woran liegt der Unterschied? Am guten Willen allein kann es nicht liegen, denn den haben die Leute in den Kommentarspalten oft auch. Ich glaube, er liegt in zwei Regeln, die am Tisch gelten und in der Kommentarspalte nicht. Wer sie kennt, versteht, warum der Tisch funktioniert, und kann ihn überall aufstellen, wo er ihn braucht.
Behaupten kostet nichts
Ich beginne mit dem, was beide Orte gemeinsam haben. Wer ein Plakat mit »Pepsi ist besser als Coca-Cola« beschriftet, stellt diesen Satz als wahr hin. Er sagt damit: So ist es. Das nennt man behaupten.
DenkpauseEine Schülerin setzt sich an den Pepsi-Tisch und fragt: »Woher weißt du das?« Nach ihr setzt sich ein Schüler und sagt: »Stimmt nicht, Cola ist besser.« Wer von beiden hat etwas behauptet?
Nur der Schüler. Sein Satz sagt, wie es sich verhält, und er könnte sich als wahr oder als falsch herausstellen. Die Frage der Schülerin stellt nichts als wahr hin; sie verlangt nur nach einem Grund. Beide greifen die These an, aber nur er hat dabei eine zweite Behauptung neben die erste gestellt, und das wird für die Pflichten am Tisch den Ausschlag geben.
Auch wer widerspricht, stellt also einen Satz als wahr hin, nämlich den, dass Pepsi nicht besser ist. Das klingt nach einer Spitzfindigkeit, aber an ihr hängt später die erste Regel.
Behauptung
Ein Satz, den jemand als wahr hinstellt. Wer behauptet, sagt: So ist es.
Beispiel»Pepsi ist besser als Coca-Cola.« Ebenso der Widerspruch »Stimmt nicht, Cola ist besser.«
Nicht zu verwechselnmit einer Frage wie »Woher weißt du das?«, die nichts als wahr hinstellt.
Behaupten kostet nichts. Man braucht dafür keinen Beleg, keine Erfahrung und keine Sekunde Nachdenken, und deshalb entstehen Behauptungen in einer Kommentarspalte im Sekundentakt, jede so mühelos wie die davor.
Ich möchte Ihnen dafür ein Bild geben, das uns durch das ganze Jahr begleiten wird. Stellen Sie sich einen Fluss vor. Auf dem einen Ufer liegt, was alle Beteiligten schon für wahr halten, und dort stehen die anderen. Das andere Ufer ist Ihre Behauptung, der Ort, an den Sie die anderen gern holen würden. Wer nur behauptet, ruft von dort über das Wasser: Kommt rüber, hier ist es richtig. Wer widerspricht, ruft zurück. »Doch«, ruft der eine, »nein«, ruft der andere, und das lässt sich lange treiben, wie die Kommentarspalten jeden Tag beweisen. Nur bewegt sich dabei niemand einen Meter. Zwei Behauptungen sind noch keine Diskussion, weil das fehlt, was zwischen den Ufern liegt.
Das Weil
Was fehlt, hat einen Namen, den Sie kennen: die Begründung. Zwischen Behauptung und Begründung steht meistens ein kleines Wort, und kein Wort werden Sie in diesem Kurs öfter brauchen: weil. »Pepsi ist besser als Coca-Cola, weil sie weniger süß schmeckt.«
Damit hat sich etwas verändert. Auf das bloße Plakat konnte man nur zurückrufen oder mit den Schultern zucken. Jetzt steht ein zweiter Satz da, und an dem kann man prüfen, ob er stimmt und ob er für das Urteil »besser« überhaupt reicht. Vielleicht finden Sie diesen Grund schwach, und vermutlich hätten Sie recht. Aber nun können Sie sagen, warum Sie ihn schwach finden. Einen Grund kann man wiegen, prüfen und angreifen; eine bloße Behauptung kann man nur wiederholen, allenfalls lauter.
Begründung
Ein weiterer Satz, der zeigen soll, warum die Behauptung wahr ist. Meist wird er mit »weil« angeschlossen.
Beispiel»Pepsi ist besser als Coca-Cola, weil sie weniger süß schmeckt.«
Nicht zu verwechselnmit derselben Behauptung in anderen Worten oder in Großbuchstaben.
In der vierten Etappe schreiben wir Behauptung und Grund untereinander, geben ihnen Nummern und nennen das Ganze Standardform. Für heute genügt, dass eine Diskussion erst beginnt, wenn neben der Behauptung ein Grund steht.
Die Brücke
Im Bild des Flusses ist die Begründung die Brücke. Sie beginnt dort, wo die anderen stehen, bei dem, was beide Seiten schon für wahr halten, und führt hinüber zur Behauptung. Getragen wird sie von einem Pfeiler, und dieser Pfeiler ist der Grund. Wer eine Brücke baut, ruft nicht mehr »Kommt rüber«, sondern sagt: Hier, so kommt man rüber. Damit kann der andere etwas tun, was er vorher nicht konnte. Er kann losgehen und die Brücke prüfen, und zwar an genau zwei Stellen. Die Abbildung zeigt sie Schritt für Schritt.
Vom Rufen über das Wasser zur Brücke
- Ohne Begründung stehen zwei Behauptungen einander gegenüber. Von rechts ruft es »Kommt rüber!«, von links »Stimmt nicht!«, und keiner bewegt sich einen Meter.
- Mit dem Weil entsteht eine Brücke. Sie führt von dem, was beide schon für wahr halten, zur Behauptung, und ihr Pfeiler ist der Grund: Pepsi schmeckt weniger süß.
- Wer zweifelt, geht auf die Brücke und prüft zuerst den Pfeiler. Stimmt der Grund, schmeckt Pepsi wirklich weniger süß?
- Dann misst er die Spannweite. Reicht der Grund bis zur Behauptung, ist weniger süß wirklich dasselbe wie besser?
Ein Pfeiler kann wackeln, und eine Spannweite kann zu kurz sein. Wer das eine oder das andere zeigt, bringt einen Einwand vor, und beide Einwände bringen das Gespräch voran, weil sie an etwas ansetzen, das dasteht. Ich vereinfache hier, und ich sage es dazu. Später im Band heißen die Pfeiler Prämissen und die Spannweite Übergang, und wie man beide genau prüft, lernen Sie in der vierten bis siebten Etappe. Heute geht es nur darum, dass es überhaupt eine Brücke gibt. Ein Streit ohne Brücke ist Rufen über Wasser, ein Streit mit Brücke ist eine Baustelle, und an einer Baustelle kann man arbeiten.
Regel eins: die Begründungspflicht
Damit sind wir bei der ersten Regel. Ich lese sie aus den Spielregeln ab, die für die Tische auf dem Pausenhof galten.
Spielregeln · Change my Mind · Mai 2024
Eine These pro Tisch.
Wer sich setzt, greift an; wer dahinter sitzt, verteidigt.
Es zählen nur Argumente.
Und umgestimmt zu werden ist keine Niederlage, sondern der Sinn der Sache.
Im zweiten Satz der Spielregeln stecken zwei Dinge, ein Recht und eine Pflicht. Das Recht steckt in »Wer sich setzt, greift an«, und es ist das Grundrecht jeder Diskussion. Jeder darf sich setzen, und jeder darf jede These anzweifeln, auch die des Lehrers, auch die, die alle für richtig halten, auch die eines berühmten Menschen. Dass jemand wichtig ist, macht seine Sätze nicht unantastbar, und dass alle etwas glauben, auch nicht. Wer sich setzt und fragt, wie der andere darauf kommt, schuldet dafür selbst noch nichts. Fragen ist so kostenlos wie Behaupten.
Die Pflicht steckt in »wer dahinter sitzt, verteidigt«, und sie ist die erste Regel: Wer eine Behauptung aufstellt, muss bereit sein, sie zu begründen, sobald jemand ernsthaft daran zweifelt. Der Philosoph Jonas Pfister, dessen Buch hinter dieser Kursreihe steht, sagt »bei Bedarf«. Wann genau Bedarf besteht, lässt sich nicht für jeden Fall im Voraus sagen, und ich will die Regel nicht schärfer machen, als sie ist. Niemand muss jeden Satz mit einem Vortrag beginnen. Eindeutig ist aber ein Fall. Wenn jemand ernsthaft zweifelt, ist die Begründung fällig, nicht irgendwann und nicht vielleicht. Die Brücke gehört zur Behauptung wie der Rückweg zum Spaziergang.
Das Plakat macht diese Pflicht sichtbar, denn »Change my Mind« heißt: Hier ist meine Brücke, kommt und prüft sie. In der Kommentarspalte wird die Pflicht dagegen gern abgeschoben, mit Sätzen wie »Informier dich halt« oder »Das weiß doch jeder«. Das sind keine Begründungen, sondern Schuldscheine, die nie eingelöst werden. Der erste schickt den Fragenden los, die Brücke selbst zu suchen. Der zweite zählt, wie viele zustimmen, und sagt nicht, woran man erkennt, dass sie recht haben. Und vergessen Sie den Widerspruch vom Anfang nicht. Wer »Stimmt nicht« sagt, hat selbst behauptet und schuldet ebenfalls eine Brücke, sobald man ihn ernsthaft fragt.
DenkpauseDie Verteidigerin am Pepsi-Tisch fragt einen Gast, wie er darauf kommt, dass Cola besser ist. Er sagt: »Das ist halt meine Meinung, und Meinungen muss man nicht begründen.« Ist er damit aus der Pflicht?
Nein. Wer seine Meinung als wahr hinstellt, hat eine Behauptung aufgestellt, und für Behauptungen gilt die erste Regel, gleich, wie man sie nennt. Man erkennt den Freibrief daran, dass er jede Diskussion sofort beenden würde, denn wenn das Wort »Meinung« von der Pflicht befreite, müsste nie wieder jemand sagen, wie er auf etwas kommt. Frei ist das Behaupten, aber nicht das Behaupten ohne Begründung.
Pfister zählt übrigens drei Regeln, nämlich das Recht, zu behaupten und anzuzweifeln, die Begründungspflicht und die Relevanz. Ich erzähle die erste als Grundrecht und zähle nur die beiden Pflichten, weil man die Pflichten am Tisch üben muss.
Regel zwei: die Relevanz
Die zweite Regel steht ebenfalls in den Spielregeln: »Es zählen nur Argumente.« Sie betrifft nicht nur den, der behauptet, sondern alle, die mitreden. Jeder Beitrag muss zur Sache gehören, also zu dem, worum gerade gestritten wird. Einen solchen Beitrag nennt man relevant. Am deutlichsten wird die Regel, wenn man bei jedem Beitrag fragt, wo er landet.
Wohin ein Beitrag zielt
- Am Tisch steht die These »Sterbehilfe sollte legal sein«. Links sitzen zwei Gäste, rechts sitzt die Verteidigerin.
- Der Gast näher am Tisch sagt: »Ein Arzt soll heilen, nicht töten.« Der Satz landet bei der These. Er ist ein Grund gegen sie, und die Verteidigerin muss sich mit ihm befassen.
- Der andere Gast sagt: »Du bist doch erst sechzehn.« Das mag stimmen, aber der Satz fliegt über die These hinweg und landet bei der Person. Über Sterbehilfe sagt er nichts.
Der zweite Satz sieht aus wie ein Einwand und ist doch ein Themenwechsel mitten im Satz. Auch er baut eine Brücke, aber sie führt an ein anderes Ufer, zur Person statt zur These. Selbst wenn er stimmt, ist die These danach so wahr oder so falsch wie vorher.
Ein Missverständnis möchte ich gleich ausräumen. Relevanz heißt nicht Freundlichkeit. Der Satz über den Arzt ist hart, und er ist trotzdem willkommen, denn je genauer ein Einwand trifft, desto nützlicher ist er. Er muss nur die Sache treffen.
DenkpauseDie Verteidigerin beruft sich auf das Recht, über das eigene Leben zu bestimmen. Ein Gast sagt freundlich: »Ich finde dich mutig, aber mit sechzehn hast du zu wenig erlebt, um da mitzureden.« Ein anderer sagt schroff: »Dein Grund reicht nicht. Wer prüft denn, ob so ein Wunsch frei ist?« Wer von beiden verletzt die zweite Regel?
Der freundliche. Er redet über das Alter der Verteidigerin, und über Sterbehilfe sagt er nichts; eine These wird nicht falscher, weil eine Sechzehnjährige sie vertritt. Der schroffe greift dagegen die Brücke an. Wer sich auf Selbstbestimmung beruft, setzt voraus, dass der Wunsch frei ist, und genau das bezweifelt der Gast. Die Regel misst einen Beitrag an seinem Ziel, nicht an seinem Ton.
Wer die Person angreift, hat die These schon verlassen, auch wenn er dabei ganz höflich bleibt. Für solche Ausweichmanöver gibt es übrigens Namen. Sie lernen sie in der achten Etappe, und Sie werden dort viele alte Bekannte treffen.
Nachschlagen oder diskutieren
Vielleicht fragen Sie sich inzwischen, wozu der ganze Aufwand, wenn doch bei den meisten Fragen des Alltags ein Blick ins Netz reicht. Wie hoch liegt La Paz? Rund 3600 Meter, je nach Viertel, und damit ist die Frage erledigt. Über solche Fragen muss niemand diskutieren, und wer es trotzdem tut, verschwendet eine Pause.
Zwei Fragen im selben Suchfeld
Bei der zweiten Frage findet die Suche nichts, was die Frage beendet, und zwar nicht, weil noch niemand nachgesehen hätte, sondern weil es auf sie keine fertige Antwort gibt, die irgendwo hinterlegt wäre. Solche Fragen heißen strittig, und die großen Fragen der Philosophie gehören dazu: Was ist gerecht? Gibt es einen freien Willen? Was schulden wir einander? Bei ihnen ist die Diskussion kein Umweg zur Antwort, sondern der einzige Weg dorthin. Jemand schlägt eine Antwort vor und baut eine Brücke, andere gehen darüber und finden den wackligen Pfeiler, und jemand baut eine bessere. Die zwei Regeln sind die Bedienungsanleitung für dieses Verfahren, und mehr sind sie nicht.
Umgestimmt werden
Eine Zeile aus den Spielregeln habe ich bis jetzt aufgehoben, weil sie die wichtigste ist: »Umgestimmt zu werden ist keine Niederlage, sondern der Sinn der Sache.« In der Kommentarspalte gilt das Gegenteil. Dort ist das eigene Ufer eine Festung, und wer es verlässt, hat verloren. Deshalb wird dort so viel gerufen und so wenig gebaut.
Am Tisch ist es umgekehrt. Wer über eine fremde Brücke geht und am anderen Ufer ankommt, hat etwas gewonnen, das er vorher nicht hatte, nämlich eine Überzeugung, deren Pfeiler er selbst geprüft hat. Wer seine eigene Brücke prüfen ließ und sie hat gehalten, hat dasselbe gewonnen. Beide gehen mit mehr nach Hause, als sie mitgebracht haben. Ich gebe zu, dass sich das leichter sagt, als es sich anfühlt, wenn man gerade an seinem Ufer steht; jeder, der schon einmal mitten im Streit gemerkt hat, dass der andere recht hat, kennt das Gefühl. Genau dafür stehen die Tische da. Man übt an ihnen, sich bewegen zu lassen, und man übt es dort, wo es nicht wehtut, damit man es kann, wenn es zählt.
Was den Tisch trägt
Wenn Sie den Tisch und die Kommentarspalte vom Anfang noch einmal nebeneinanderlegen, sehen Sie jetzt, was den Unterschied macht.
Behaupten
Wer behauptet, stellt einen Satz als wahr hin. Das kostet nichts, und auch ein Widerspruch ist eine Behauptung.
Begründen
Ein Grund, meist mit »weil« angeschlossen, baut die Brücke zur Behauptung. Erst an ihr lässt sich prüfen, ob der Pfeiler steht und ob die Spannweite reicht.
Regel eins: Begründungspflicht
Wer behauptet, schuldet eine Begründung, sobald jemand ernsthaft zweifelt. Wer nur fragt, schuldet nichts.
Regel zwei: Relevanz
Jeder Beitrag muss die These oder ihre Begründung treffen. Gemessen wird sein Ziel, nicht sein Ton.
Wer behauptet, stellt einen Satz als wahr hin und schuldet dafür eine Brücke, sobald jemand ernsthaft zweifelt; und jeder Beitrag zu diesem Streit muss die Sache treffen, so hart er auch sein darf.
In der nächsten Etappe sehen wir genauer hin, was man da eigentlich als wahr hinstellt. Ich werde Sie bitten, den Satz »Schließen Sie bitte das Fenster!« auf seine Wahrheit zu prüfen, und Sie werden merken, dass die Frage schief klingt. Warum sie schief klingt, klärt die zweite Etappe.
Das Werkzeug üben
6 Aufgaben · etwa 45 MinutenSo üben Sie
- Bearbeiten Sie die Aufgaben der Reihe nach und prüfen Sie jede Antwort, bevor Sie weitergehen.
- Lesen Sie die Rückmeldung auch dann, wenn Sie richtig lagen. Sie fügt meistens einen Gedanken hinzu, den Ihre Antwort noch nicht enthält.
- Wenn Sie feststecken, holen Sie sich mit »Hinweis anzeigen« einen Denkanstoß. Nach dem zweiten Fehlversuch können Sie sich die Auflösung zeigen lassen.
- Manche Aufgaben fragen, wie sicher Sie sich sind. Eine ehrliche Antwort hilft Ihnen und mir mehr als eine mutige.
- Aufgaben ohne Antwortfeld schreiben Sie ins Heft oder in Ihre Notiz-App. Tippen Sie danach auf »Erledigt«, damit der Stand oben stimmt.
Mit Ihrem Schülerzugang zählen Ihre Antworten zu Ihrem Bereich, auch beim Gerätewechsel, und gehen in die Stolpersteine der Doppelstunde ein. Was Sie hier schon geübt haben, reicht die Seite nach, sobald Sie sich in diesem Browser anmelden. Liegt Ihre Einwilligung vor, können Sie außerdem EduBuddy fragen, den Tutor, der Denkanstöße gibt statt Lösungen.
Sie sind nicht angemeldet, deshalb liegen Ihre Antworten nur in diesem Browser. Mit dem Schülerzugang anmelden →
Verstehen
4 Aufgaben · etwa 25 MinutenSitzt, was die Erklärung gezeigt hat? Die falschen Antworten sind keine Fallen, sondern die Denkfehler, die an dieser Stelle am häufigsten vorkommen. Die Rückmeldung sagt Ihnen, welcher es war.
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Aufgabe 1 · Auswählen Schuldet der Angreifer eine Begründung?
Weiter zu Aufgabe 2 →Am Tisch mit der These »Noten gehören abgeschafft« setzt sich ein Gast und sagt: »Das ist doch Unsinn, das sieht jeder.« Die Verteidigerin fragt: »Woraus schließt du das?« Er antwortet: »Ich muss gar nichts begründen, ich bin hier der Angreifer. Du hast die These aufgestellt.« Hat er recht?
Hinweis 1 von 2 · StrategieFragen Sie bei jedem Satz des Gastes, ob er sich als wahr oder falsch herausstellen könnte. Für welchen seiner Sätze gilt das, und was folgt daraus?
Hinweis 2 von 2 · Inhalt»Woraus schließt du das?« ist eine Frage und schuldet nichts. »Das ist Unsinn« stellt etwas als wahr hin. Die Pflicht hängt an der Behauptung, und fällig wird sie, sobald jemand ernsthaft zweifelt, nicht früher.
Wie sicher sind Sie?EduBuddyEduBuddy stellt Rückfragen, gibt Denkanstöße und zeigt Teilschritte, aber keine Lösungen. Bitte nennen Sie keine echten Namen.
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Aufgabe 2 · Zuordnen Vier Beiträge zum Streit über Hausaufgaben
Weiter zu Aufgabe 3 →In der Klasse wird über die These »Hausaufgaben gehören abgeschafft« gestritten. Vier Beiträge fallen. Ordnen Sie jedem Beitrag die Beschreibung zu, die sagt, was er am Tisch leistet.
These mit Begründung: Hier ist eine Brücke gebautEinwand zur Sache: Er prüft die BrückeBegründungspflicht abgeschoben: ein Schuldschein statt einer BrückeRelevanzregel verletzt: Die Brücke führt zur PersonHinweis 1 von 2 · StrategieFragen Sie bei jedem Beitrag, wohin er führt: zur These, zu ihrer Begründung, zu einer Person, oder zu gar nichts, weil er eine Antwort nur verspricht.
Hinweis 2 von 2 · InhaltZwei Beiträge sehen einander ähnlich, weil beide unfreundlich klingen. Der eine greift die Begründung an und ist darum ein Einwand zur Sache; der andere redet über die Person. Und »weiß doch jeder« liefert keinen Grund, sondern verweist auf die Menge.
EduBuddyEduBuddy stellt Rückfragen, gibt Denkanstöße und zeigt Teilschritte, aber keine Lösungen. Bitte nennen Sie keine echten Namen.
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Aufgabe 3 · Lücken füllen Die Regeln des Tischs in drei Sätzen
Weiter zu Aufgabe 4 →Die Regeln der Etappe in drei Lücken. Wählen Sie jeweils das Angebot, das die Regel richtig wiedergibt; die anderen Angebote sind Fehler, die am Tisch oft gemacht werden.
Am Tisch liegt eine These, und ein Gast hat sich gesetzt. Damit aus den zwei Ufern eine Diskussion wird, braucht die These eine Begründung, also einen Satz, der zeigt, . Fällig wird diese Begründung, . Und was der Gast dann sagt, zählt als Einwand nur, wenn es .
Hinweis 1 von 2 · StrategieStellen Sie sich den Tisch vor und fragen Sie bei jeder Lücke, was dort passieren würde, wenn das Angebot stimmte.
Hinweis 2 von 2 · InhaltEine Begründung zeigt, warum die These wahr ist, nicht, wie viele sie teilen. Fällig wird sie mit dem ernsthaften Zweifel, nicht vorher und nicht nie. Und ein Einwand wird an seinem Ziel gemessen, nicht an seinem Ton.
EduBuddyEduBuddy stellt Rückfragen, gibt Denkanstöße und zeigt Teilschritte, aber keine Lösungen. Bitte nennen Sie keine echten Namen.
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Aufgabe 4 · Ins Heft schreiben · etwa 15 Minuten Zwei Fragen aus Ihrer Woche
Nennen Sie zwei Fragen, die Sie in dieser Woche beschäftigt haben: eine, die ein Blick ins Netz endgültig beantwortet hat, und eine, bei der das nicht gelang. Beschreiben Sie zuerst, woran Sie bei der zweiten gemerkt haben, dass Nachschlagen nicht reicht. Erklären Sie dann, warum sie nur durch eine Diskussion nach den zwei Regeln weiterkommt, und schreiben Sie zum Schluss auf, welche Antwort Sie ihr im Moment geben würden und mit welchem Grund.
Diese Aufgabe hat kein Antwortfeld. Schreiben Sie Ihre Antwort ins Heft oder in Ihre Notiz-App und tippen Sie danach hier auf »Erledigt«.
Weiter zum Teil »Anwenden« →
Anwenden
2 Aufgaben · etwa 20 MinutenJetzt wenden Sie das Werkzeug selbst an, meist an neuem Material. Hier zeigt sich, ob Sie es allein gebrauchen können.
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Aufgabe 5 · Im Text markieren Die Kommentarspalte zum Wählen ab 16
Weiter zu Aufgabe 6 →In einer Kommentarspalte streiten sieben Leute über die These »Ab 16 sollte man wählen dürfen«. Markieren Sie die Beiträge, die gegen eine der beiden Regeln verstoßen: weil sie eine Begründung schuldig bleiben, obwohl gezweifelt wird, oder weil sie die These verfehlen.
Hinweis 1 von 2 · StrategieFragen Sie bei jedem Beitrag zweimal: Stellt er etwas als wahr hin, und wenn ja, liefert er auf den Zweifel der anderen hin einen Grund? Und führt er zur These oder woandershin?
Hinweis 2 von 2 · InhaltVier Beiträge verstoßen: die bloße Gegenbehauptung, der Satz über das Alter, der Meinungs-Freibrief und das Wiederholen in Großbuchstaben. Der Haftungs-Einwand und die Nachfrage sind regelkonform, so unbequem der eine und so skeptisch der andere ist.
Wie sicher sind Sie?EduBuddyEduBuddy stellt Rückfragen, gibt Denkanstöße und zeigt Teilschritte, aber keine Lösungen. Bitte nennen Sie keine echten Namen.
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Aufgabe 6 · Ins Heft schreiben · etwa 15 Minuten »Nur deine Meinung« als letztes Wort
»Das ist doch nur deine Meinung.« Mit diesem Satz enden viele Gespräche, im Klassenchat wie am Küchentisch. Beschreiben Sie zuerst, was der Satz mit der Begründungspflicht macht, wenn er als letztes Wort gemeint ist: Wer schuldet danach wem noch etwas? Prüfen Sie dann, ob der Satz selbst eine Behauptung ist und was er über die These sagt, um die es gerade ging. Beschreiben Sie zum Schluss einen Fall, in dem der Einwand berechtigt wäre, und notieren Sie, woran man diesen Fall von dem Freibrief unterscheidet.
Diese Aufgabe hat kein Antwortfeld. Schreiben Sie Ihre Antwort ins Heft oder in Ihre Notiz-App und tippen Sie danach hier auf »Erledigt«.
Weiter zu Schritt 4: Ihre These →
Ihre These finden
etwa 15 MinutenWorum es hier geht
Am Ende des Schuljahres sitzen Sie beim Pausenhofprojekt »Change my Mind« hinter Ihrer eigenen These und verteidigen sie gegen jeden, der sich an Ihren Tisch setzt. Hier legen Sie diese These zum ersten Mal fest. Jede weitere Etappe prüft sie mit einem neuen Werkzeug.
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Aufgabe 7 · Für die Mappe schreiben · etwa 15 Minuten Ihr Plakat für »Change my Mind«
Entwerfen Sie Ihr eigenes Change-my-Mind-Plakat. Schreiben Sie zuerst eine These auf, die Sie wirklich vertreten, in einem Satz. Bauen Sie darunter die Brücke: Ihren besten Grund als Weil-Satz. Stellen Sie sich dann den Gast vor, der sich setzt und ernsthaft zweifelt, und notieren Sie den schärfsten Zweifel, den er an Ihrem Grund äußern könnte, dazu in zwei oder drei Sätzen Ihre Antwort. Prüfen Sie zum Schluss ehrlich, ob Ihre Antwort die Brücke hält oder nur lauter ruft, und heben Sie das Blatt auf: In der nächsten Etappe prüfen Sie Ihre These mit einer neuen Frage, und in der Werkstatt am Ende des Kurses wird daraus Ihr Tisch für das Pausenhof-Finale.
Schreiben Sie auf ein eigenes Blatt mit der Überschrift »Band I, Etappe 1« und legen Sie dafür eine Mappe für »Change my Mind« an. Wer digital arbeitet, legt stattdessen in der Notiz-App eine Notiz »Change my Mind« an und setzt dieselbe Überschrift darüber. Jede weitere Etappe bekommt ein eigenes Blatt oder eine eigene Überschrift, und bis zum Finale sammelt sich dort alles.
Weiter zu Schritt 5: Rückblick →
Zurück zur Ausgangsfrage
5 MinutenAm 28. Mai 2024 standen auf unserem Pausenhof Tische mit Plakaten. Auf den Plakaten standen Thesen, von »Sterbehilfe sollte legal sein« bis »Pepsi ist besser als Coca-Cola«, und unter jeder These dieselbe Einladung: »Change my Mind«. An diesen Tischen wurde eine Pause lang hart gestritten, und die Gespräche blieben Gespräche. Dieselben Thesen stehen jeden Tag in den Kommentarspalten des Internets, und dort enden sie nach drei Antworten in Großbuchstaben. Warum gelingt am Tisch, was in der Kommentarspalte scheitert?
Bleibt in diesem Browser, nichts wird übertragen.
- Lesen Sie die Frage und Ihre erste Antwort noch einmal und schreiben Sie darunter, wie Sie jetzt antworten würden. Hat sich etwas geändert, nennen Sie den Gedanken, der Sie umgestimmt hat.
- Schätzen Sie ein, wie sicher Sie das Lernziel jetzt beherrschen, und notieren Sie einen Gedanken zur Frage »Zum Weiterdenken«.
- Schließen Sie die Etappe ab. Der Haken erscheint dann im Lernpfad des Kurses. Wenn Sie angemeldet sind, geht mit dem Abschluss Ihre Antwort an mich. Was offen geblieben ist, bringen Sie in die Doppelstunde mit.
Ihre Bilanz
In dieser Etappe haben Sie noch keine Aufgabe bearbeitet. Zu den Aufgaben →
Sie können eine Behauptung von ihrer Begründung unterscheiden und wissen, warum erst die Begründung eine Diskussion in Gang bringt. Sie kennen die zwei Regeln des Tischs, die Begründungspflicht und die Relevanz, und können an einem Gespräch zeigen, wo sie eingehalten und wo sie verletzt werden.
Wie sicher fühlen Sie sich damit jetzt?
Denken Sie an die letzte Behauptung, die Sie haben stehen lassen, obwohl Sie ernsthaft daran gezweifelt haben: im Klassenchat, in der Familie, in Ihrem eigenen Kopf. Was hat Sie davon abgehalten, nach dem Grund zu fragen, und was wäre passiert, wenn Sie es getan hätten?
Selbsteinschätzung und Notiz bleiben in diesem Browser, nichts wird übertragen.