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Philosophie Etappe 02 von 08

Woher wissen Sie, dass jemand anderes etwas erlebt?

Ihre erste Antwort

15 Minuten
Zum Ankommen · aus Etappe 1

Zwei kurze Aufgaben zum Ankommen

etwa 5 Minuten

Bevor es mit dem Neuen losgeht, holen Sie aus dem Gedächtnis, was Sie in Etappe 1 gelernt haben. Antworten Sie zuerst, ohne nachzuschlagen. Wenn etwas nicht mehr sitzt, hilft „Hinweis anzeigen“.

  1. Aufgabe A1

    Licht in die Augen

    3 MinutenAlleinHier im Kurs

    Ein Mann hat nach zwei Schlaganfällen die Sehrinde verloren, wie TN aus der ersten Etappe. Leuchtet ihm eine Ärztin mit einer kleinen Lampe in die Augen, werden seine Pupillen eng, wie bei jedem Menschen. Er selbst sagt, er sehe kein Licht. Ein Medizinstudent notiert: »Die Pupillen reagieren auf das Licht, also sieht er es.« Was ist davon zu halten?

    1. Lesen Sie den Fall und wählen Sie die Antwort, die sagt, was die Beobachtung zeigt.
    2. Lesen Sie die Rückmeldung, auch wenn Sie richtig lagen.

    Fertig, wenn … Sie können an der Pupille sagen, was verarbeitet wird und was damit über das Erleben noch nicht gesagt ist.

    Weiter zu A2 →
  2. Aufgabe A2

    Wach, aber nicht bei Bewusstsein

    2 MinutenAlleinHier im Kurs

    Menschen im Wachkoma öffnen die Augen und schlafen und wachen in einem Rhythmus, aber sie zeigen keine Reaktion, die auf Bemerken oder Verstehen schließen lässt. Eine Ärztin sagt über einen Patienten: »Er ist wach, aber nicht bei Bewusstsein.« Widerspricht sie sich?

    1. Lesen Sie die Beschreibung und den Satz der Ärztin, und wählen Sie Ihre Antwort.
    2. Lesen Sie die Rückmeldung. Achten Sie darauf, was »wach« und was »bei Bewusstsein« jeweils meint.

    Fertig, wenn … Sie können sagen, was im Wachkoma auseinanderfällt, das in »bei Bewusstsein« sonst zusammengeht.

    Weiter zur Frage dieser Etappe →

Die Person neben Ihnen lacht, redet und verzieht das Gesicht, wenn sie sich stößt. Woher wissen Sie, dass sie dabei etwas erlebt?

Jetzt sind Sie dran

  1. Machen Sie den Selbstversuch unten in seinen vier Schritten und folgen Sie den Anweisungen darin. Sehen Sie sich die Animation bis zum Ende an.
  2. Schreiben Sie im vierten Schritt Ihre erste Antwort in das Feld. Eine Vermutung genügt, denn geklärt wird die Frage erst in der Erklärung danach, im Video oder in der Lesefassung.
  3. Vergleichen Sie kurz mit Ihrer Sitznachbarin oder Ihrem Sitznachbarn, was Sie gesehen, was Sie beschrieben und was Sie geantwortet haben. Wenn Sie allein arbeiten, notieren Sie stattdessen in Ihren Kursnotizen, was Sie am meisten überrascht hat.
Selbstversuch · etwa 10 Minuten

Die Dreiecke

Dieser Versuch braucht JavaScript. Ohne den Versuch lesen Sie diese Beschreibung: Gut eine Minute lang bewegen sich ein großes Dreieck, ein kleines Dreieck und ein Kreis über eine helle Fläche, auf der ein Rechteck mit einer beweglichen Seite steht. Mehr zeigt der Bildschirm nicht. Trotzdem erzählen die meisten Menschen danach eine kleine Geschichte, in der die Formen etwas wollen, fürchten oder sich freuen.

Zum Weitergehen: Ihre Beschreibung und Ihre erste Antwort stehen im Selbstversuch, und Sie wissen, ob Ihre Sitznachbarin oder Ihr Sitznachbar dasselbe gesehen hat, oder Sie haben notiert, was Sie am meisten überrascht hat.

Das können Sie danach: Sie können das Problem des Fremdpsychischen in einem Satz formulieren, den Analogieschluss und den Schluss auf die beste Erklärung als zwei Antworten darauf prüfen, Zuschreiben von Haben unterscheiden und an Befunden aus dem Wachkoma und am Turing-Test sagen, was ein Indiz für Erleben zeigt und was nicht.

Weiter zu Schritt 2: Verstehen →

Den Gedanken verstehen

20 Minuten

Darauf achten Sie

Legen Sie in Ihren Kursnotizen unter »Etappe 2« zwei Spalten an: »Analogieschluss« und »Schluss auf die beste Erklärung«. Tragen Sie beim Schauen oder Lesen in jede Spalte ein, wie der Schluss geht, was ihn stark macht und wo seine Grenze liegt. Notieren Sie außerdem zur Patientin im Scanner und zum Turing-Test je einen Satz, der trennt, was beobachtet und was geschlossen wurde. Lesen Sie danach den kurzen Text von John Stuart Mill, der unter der Erklärung steht.

Lesen Sie die Erklärung unten.

Lesefassung

Wenn Sie den Selbstversuch gemacht haben, haben Sie wahrscheinlich keine bewegten Formen gesehen, sondern eine Geschichte. Ein großes Dreieck bedrängt einen Kreis, ein kleines Dreieck lockt es weg, der Kreis flieht ins Haus und entwischt, und das große Dreieck lässt seine Wut an der Tür aus. Beim Nachmessen zeigte die Seite dagegen nur die Bahnen dreier Formen, die einem Drehbuch aus Zeitpunkten, Orten und Winkeln folgen, das ich geschrieben habe. Woher kam dann die Geschichte?

Eine Geschichte aus Koordinaten

In einer 1944 veröffentlichten Studie zeigten die Psychologen Fritz Heider und Marianne Simmel 34 Studentinnen einen kurzen Trickfilm mit zwei Dreiecken, einer Scheibe und einem Rechteck mit beweglicher Seite und baten sie aufzuschreiben, was geschieht. Nur eine beschrieb den Film fast ganz geometrisch, und selbst sie nannte das große Dreieck einmal »er«; alle anderen erzählten von Lebewesen. Die Abbildung darunter zeigt einen Augenblick aus dem Selbstversuch.

Geschichte und Geometrie

bedrängt hilft hat Angst gestrichelt: vom Betrachter dazugezeichnet Eine Zeile aus dem Drehbuch, kleines Dreieck: t 19,6 s · x 289 · y 224 · 11°
  1. Die meisten Menschen sehen hier eine Szene: Das große Dreieck hat den Kreis in die Ecke gedrängt, der Kreis hat Angst, und das kleine Dreieck kommt ihm zu Hilfe. Die gestrichelten Fenster zeichnet der Betrachter dazu.
  2. Auf dem Bildschirm folgten drei Formen festgelegten Bahnen. Die Linien zeigen die Wege ihrer Mittelpunkte von Sekunde 12, beim Ring, bis Sekunde 19,6, mit einem Punkt je halbe Sekunde.
Die Geschichte entsteht beim Betrachter; im Drehbuch stehen nur Zahlen.

Solche Deutungen geschehen schnell und von selbst, auch wenn man weiß, dass es nur Formen sind; die Psychologen Brian Scholl und Patrice Tremoulet fassen die Forschung so zusammen, dass sie eher dem Sehen ähneln als dem Nachdenken. Aus den Formen stammen die Absichten in Ihrer Geschichte trotzdem nicht. Ich habe die Bewegungen so entworfen, dass sie nach Bedrängen, Flucht und Hilfe aussehen, und Sie haben darin Bedrängen, Flucht und Hilfe gesehen.

Zuschreiben

»Ich sehe, dass es wütend ist.«

Das geschieht im Betrachter. Er deutet Bewegungen, Gesichter und Sätze als Zeichen von Absichten und Gefühlen, schnell und fast von selbst.

Haben

»Es ist wütend.«

Das ist eine Tatsache über das Wesen selbst. Es ist für das Wesen irgendwie, wütend zu sein, und ob das so ist, entscheidet nicht der Eindruck des Betrachters.

Zuschreiben ist also nicht Haben. Dass Sie etwas als wütend sehen, zeigt zuerst etwas über Sie, nämlich wie bereitwillig Menschen Gefühle sehen. Ob dort jemand wütend ist, ist eine zweite Frage.

DenkpauseHeider und Simmel baten eine zweite Gruppe, die Formen als Personen zu beschreiben, und 97 Prozent nannten das große Dreieck angriffslustig, streitsüchtig oder tyrannisch. Zeigt diese Einigkeit, dass es angriffslustig war?

Nein. Sie zeigt, dass Menschen dieselben Bewegungen sehr ähnlich deuten, also etwas über die Betrachter. Übereinstimmung stützt eine Annahme, wenn sie sich am besten dadurch erklärt, dass es das Gesehene gibt. Hier erklärt sie sich schon dadurch, dass alle denselben Film mit derselben menschlichen Art zu sehen betrachtet haben.

Die Person neben Ihnen

Wenn Zuschreibungen so leicht danebengehen, wird die Frage vom Ende des Selbstversuchs unbequem. Auch bei der Person neben Ihnen sehen Sie Bewegungen und ein Gesicht und hören Sätze. Woher wissen Sie, dass sie dabei etwas erlebt?

Mein eigenes Erleben kenne ich unmittelbar: Wenn ich mich stoße, spüre ich den Schmerz. Bei allen anderen sehe ich, was sie tun, und höre, was sie sagen, aber ihren Schmerz spüre ich nicht, wie das Bild unter der Begriffskarte zeigt. Die Frage, woher wir vom Erleben anderer wissen, heißt in der Philosophie das Problem des Fremdpsychischen.

Das Problem des Fremdpsychischen

Die Frage, woher ich weiß, dass andere etwas erleben, wenn ich doch nur ihren Körper, ihr Verhalten und ihre Sätze wahrnehme.

BeispielDie Person neben Ihnen verzieht das Gesicht, als sie sich stößt. Das Gesicht sehen Sie, den Schmerz nicht.

Nicht zu verwechselnmit dem Zweifel, ob es andere Menschen überhaupt gibt.

Ein Fenster von innen, die anderen von außen

Sie von innen: unmittelbar Gesicht Bewegung Sätze Schluss andere nur von außen
Das helle Fenster steht wie in der ersten Etappe für das Erleben. Bei den anderen ist die Scheibe schraffiert, denn dass dort Licht brennt, erschließt man nur; hineinsehen kann man nicht.

Ich will Sie damit nicht an Ihren Mitmenschen zweifeln lassen. Die Frage zählt wegen der unklaren Fälle, etwa eines Menschen, der nach einem Unfall auf nichts mehr reagiert, oder eines Programms, das spricht wie wir. Wer dort urteilen will, muss wissen, worauf sich schon die Gewissheit im einfachen Fall stützt. Zwei klassische Antworten prüfe ich hier.

Der Schluss aus Ähnlichkeit

Die erste Antwort hat der englische Philosoph John Stuart Mill 1865 klassisch formuliert; seinen Text lesen Sie unter dieser Erklärung. Bei sich selbst kennt Mill eine Reihe aus drei Gliedern: Seinem Körper geschieht etwas, er hat ein Gefühl, womit er alles meint, was jemand erlebt, und er verhält sich. Wie er von dort auf andere schließt, zeigt die Grafik darunter.

Der Analogieschluss

bei mir Stoß Schmerz reibt, sagt »Au« Au bei der Person neben mir Au Stoß nicht zu sehen reibt, sagt »Au« ? ähnlich, also wohl auch Schmerz ein einziger Fall Ähnlichkeit: Körper Gehirn Verhalten Sprache
  1. Bei mir selbst kenne ich alle drei Glieder. In dieses eine Fenster schaue ich von innen.
  2. Bei der Person neben mir sehe ich das erste und das letzte Glied, das mittlere nicht.
  3. Weil ihr Körper und ihr Verhalten meinen ähneln, schließe ich, dass auch das mittlere Glied ähnlich ist. Das ist ein Schluss und keine Beobachtung, deshalb ist der Pfeil gestrichelt und die Scheibe schraffiert.
  4. Den Zusammenhang kenne ich aber nur aus meinem eigenen Fall, und der Schluss ist nur so stark wie die Ähnlichkeit, die hier in allen vier Hinsichten groß ist.
Nach Mill 1865, vereinfacht.

Philosophen schreiben einen Schluss gern in Standardform auf. Die Sätze, auf die er sich stützt, heißen Prämissen und stehen oben. Unter dem Strich steht die Konklusion, der Satz, den die Prämissen stützen sollen. Mills Schluss sieht dann so aus.

Der Analogieschluss, nach Mill vereinfacht
  1. Bei mir selbst weiß ich: Wenn mich ein Stoß trifft, habe ich Schmerzen, und erst die Schmerzen bringen mich dazu, die Stelle zu reiben und »Au, das tut weh« zu sagen.
  2. Die Person neben mir hat einen Körper wie ich, und wenn sie ein Stoß trifft, reibt sie ebenso die Stelle und sagt »Au«.

Also hat sie dabei wahrscheinlich auch Schmerzen wie ich.

Einen solchen Schluss nennt man Analogieschluss: Aus einer Ähnlichkeit in dem, was man beobachten kann, schließt man auf eine Ähnlichkeit in dem, was man nicht beobachten kann. Er beweist nichts, sondern macht seine Konklusion mehr oder weniger wahrscheinlich, und wie sehr, entscheidet sich an den beiden Prämissen. Die erste kenne ich aus einem einzigen Fall, und einer Regel, die an einem einzigen Beispiel gewonnen ist, traut man sonst wenig; wie schwer dieser Einwand wiegt, ist unter Philosophen umstritten.

Die zweite Prämisse trägt nur so weit wie die Ähnlichkeit. Bei der Person neben Ihnen ist sie groß, bei einem Hund kleiner, bei einer Biene noch kleiner, und das große Dreieck ähnelt einem wütenden Menschen nur in seinen Bewegungen. Im Schreiben ist ein Sprachmodell uns ähnlicher als jedes Tier, aber es hat keinen Körper, der sich stoßen kann, und kein Gehirn aus Nervenzellen.

Der Schluss auf die beste Erklärung

Die zweite Antwort geht von dem aus, was ich beobachte. Stellen Sie sich vor, Ihre Sitznachbarin fasst aus Versehen auf eine heiße Herdplatte. Sie zuckt zurück, schreit auf, kühlt die Hand, schont sie den ganzen Tag und sagt, dass es weh tut. Das Zurückzucken allein könnte ein Reflex sein, aber das ganze Muster erklärt kein Reflex; die Annahme, dass sie Schmerzen hat, erklärt es auf einmal. Einen solchen Schluss nennt man Schluss auf die beste Erklärung.

Seine Stärke ist, dass man ihn prüfen kann. Man fragt, ob eine andere Annahme das Muster ebenso gut erklärt, ohne dass jemand etwas erlebt; eine solche Annahme heißt Konkurrenzerklärung. Ausdenken kann man sich immer eine, etwa dass Ihre Sitznachbarin ein vollkommener Automat ist, der alles tut, was ein Mensch mit Schmerzen tut, ohne dabei etwas zu erleben. Aber keine solche Erklärung ist so einfach und passt so gut zu allem, was wir über Menschen wissen. Ganz ohne den eigenen Fall kommt allerdings auch dieser Schluss nicht aus, denn dass Schmerz das Muster erklärt, weiß ich nur, weil ich Schmerz kenne.

Analogieschluss

»Sie ist wie ich, also erlebt sie wie ich.«

Er überträgt den eigenen Fall auf ähnliche Wesen. Er ist stark, wo die Ähnlichkeit groß ist, und seine Grenze ist der einzige Fall, auf dem er ruht.

Schluss auf die beste Erklärung

»Nichts erklärt das alles so gut wie ein Erleben.«

Er fragt, welche Annahme das ganze Muster am besten erklärt. Man kann ihn prüfen, aber er ist nur so stark, wie die Erklärungen ohne Erleben schwach sind.

Jetzt lässt sich sagen, warum der Schluss bei den Dreiecken nicht trägt. Für ihre Bewegungen gibt es eine vollständige Erklärung ohne Erleben, nämlich das Drehbuch. Die Tafel darunter vergleicht drei Fälle.

Gibt es eine Erklärung ohne Erleben?

beobachtet Erklärung ohne Erleben Schluss aufs Erleben Die Person neben Ihnen zuckt, schreit, schont die Hand, sagt »Au« keine gleich gute in Sicht starker Schluss Die Dreiecke Bewegungen wie Flucht und Jagd das Drehbuch erklärt jede Bewegung kein Grund für Erleben Ein Sprachmodell Sätze über Gefühle das Training an menschlichen Texten ? die Sätze entscheiden es nicht
Wo eine gleich gute Erklärung ohne Erleben bereitsteht, spricht das Verhalten kaum noch für ein Erleben.

Beim Sprachmodell liegt eine Konkurrenzerklärung bereit, die Sie der Sache nach aus der ersten Etappe kennen. Es hat an unzähligen menschlichen Texten gelernt, wie Menschen über Gefühle schreiben, und das erklärt seine Sätze über Angst auch ohne Erleben. Diese Sätze sprechen deshalb nur schwach für ein Erleben; dass es nichts erlebt, folgt daraus aber nicht.

Indiz, nicht Beweis

Keiner der beiden Schlüsse liefert einen Beweis. Beide liefern Indizien, also Umstände, die für eine Annahme sprechen, ohne sie sicher zu machen, und das ist vor Gericht und in der Medizin nicht anders. Wer daraus schließt, man könne über das Erleben anderer gar nichts wissen, übersieht zweierlei. Wissen heißt hier, was es fast überall heißt, nämlich gute Gründe zu haben, nicht einen Beweis. Und Indizien sind verschieden stark: Für das Erleben der Person neben Ihnen spricht viel, für die Wut des Dreiecks nichts. Dazwischen liegen die schwierigen Fälle, und einer davon hat die Medizin verändert.

Tennis im Scanner

Eine 23-jährige Frau erfüllte knapp ein halbes Jahr nach einem schweren Verkehrsunfall alle Kriterien des Wachkomas: Sie öffnete die Augen und hatte einen Schlaf-Wach-Rhythmus, reagierte aber auf keine Aufforderung.

Anfang 2006 bat ein Team um den Neurowissenschaftler Adrian Owen sie im Hirnscanner, sich 30 Sekunden lang vorzustellen, Tennis zu spielen, und dann, durch die Zimmer ihres Hauses zu gehen. Der Scanner misst, wo im Gehirn mehr sauerstoffreiches Blut ankommt, ein Zeichen dafür, dass die Nervenzellen dort mehr arbeiten. Was er zeigte, sehen Sie in der Grafik darunter.

Tennis und Haus im Scanner

SCHEMA plant Bewegungen Orientierung im Raum Tennis 30 s Ruhe Haus 30 s Ruhe Patientin 12 Gesunde statistisch kein Unterschied erkennbar versteht und folgt ? erlebt?
  1. Stellt sie sich Tennis vor, arbeitet 30 Sekunden lang ein Areal, das Bewegungen plant.
  2. Geht sie in Gedanken durch ihr Haus, arbeiten andere Areale, die bei der Orientierung im Raum helfen. In den Ruhephasen ist es dort ruhiger.
  3. Zwölf gesunde Menschen zeigen bei denselben Aufgaben dasselbe Muster, statistisch nicht von ihrem zu unterscheiden.
  4. Beobachtet ist nur das Muster. Dass sie versteht und folgt, ist ein Schluss auf die beste Erklärung, und dass sie dabei etwas erlebt, ein zweiter. Ins Fenster sieht auch der Scanner nicht.
Schema nach Owen u. a., Science 2006. Lage der Areale und Zeitleiste sind vereinfacht.

Die Forscher schlossen, dass sie die Bitten verstand und ihnen folgte; warum sonst sollte ihr Gehirn genau auf die Bitte hin und genau so lange das verlangte Muster zeigen? Kritiker wandten ein, schon die Wörter »Tennis« und »Haus« könnten die Areale angestoßen haben, und eine Wahl habe die Patientin nicht treffen müssen.

Die Antwort kam 2010. Martin Monti, Owen und Kollegen stellten einem 22-jährigen Mann, mit dem am Bett keine Verständigung gelang, im Scanner Ja-Nein-Fragen über sein Leben. Vor jeder Frage wurde vereinbart, welche Vorstellung Ja bedeutete, das Startsignal war ein neutrales Wort, und die Forscher kannten die Antworten nicht. Fünf Antworten stimmten, bei der sechsten war nichts zu messen. Dass er verstand, sich erinnerte und wählte, ist damit sehr gut begründet, denn anders lassen sich fünf passende Antworten kaum erklären. Dass er dabei etwas erlebte, erschließt man in einem zweiten Schritt als beste Erklärung.

Wie oft Menschen mehr verstehen, als sie zeigen, maß 2024 ein Team um Yelena Bodien bei 353 Erwachsenen, im Scanner oder mit dem EEG, das Hirnströme an der Kopfhaut aufzeichnet.

25 %der Menschen, die am Bett keine Aufforderung befolgten (60 von 241), zeigten in der Messung, dass sie Aufträge im Kopf ausführten.
38 %der Menschen, die am Bett Aufforderungen befolgten (43 von 112), zeigten das auch in der Messung.
DenkpauseBei einem anderen Patienten zeigt der Scanner keine Reaktion. Seine Schwester fragt, ob das heißt, dass niemand mehr da ist. Was können Sie ihr ehrlich sagen?

Dass der Scan das nicht zeigt, denn von den Menschen, die am Bett zeigen, dass sie verstehen, bleiben rund sechs von zehn in der Messung unauffällig. Umgekehrt wäre auch eine Reaktion kein Blick in sein Erleben, sondern ein starkes Indiz, dass er versteht und will.

Das Imitationsspiel

Bei Maschinen stellt sich die Frage ebenfalls, nur wurde sie zuerst als Frage nach dem Denken gestellt. 1950 schlug der britische Mathematiker Alan Turing vor, die Frage »Können Maschinen denken?« durch ein Spiel zu ersetzen, das heute Turing-Test heißt. Eine fragende Person schreibt mit einem Menschen und einer Maschine, die sie nicht sieht, und soll herausfinden, wer wer ist. Denken ist nicht dasselbe wie Erleben, und ich komme am Ende des Abschnitts darauf zurück.

Der Turing-Test

5 Minuten fragende Person A B geprüft: Sind die Gespräche zu unterscheiden? ? nicht geprüft: Brennt Licht?
Der Test sieht nur die Gespräche. Ob hinter einem der Fenster etwas erlebt wird, gehört nicht zu dem, was er prüft.

Auf den Einwand des Neurochirurgen Geoffrey Jefferson, eine Maschine könne vielleicht ein Sonett schreiben, aber nicht, weil sie dabei etwas empfinde, antwortete Turing mit dem Problem des Fremdpsychischen.

Alan Turing, »Computing Machinery and Intelligence«, 1950

Nach der extremsten Form dieser Ansicht könnte man nur dann sicher sein, dass eine Maschine denkt, wenn man die Maschine wäre und sich selbst denken fühlte. […] Ebenso könnte man nach dieser Ansicht nur dann wissen, dass ein Mensch denkt, wenn man eben dieser Mensch wäre. […] Statt ständig über diesen Punkt zu streiten, gilt gewöhnlich die höfliche Übereinkunft, dass jeder denkt.

Mind 59, S. 446; eigene Übersetzung, gekürzt

Das ist kein Beweis, dass Maschinen denken, sondern ein Vorschlag, sie wie Menschen zu behandeln: Wer von einer Maschine mehr verlangt als ein Gespräch, müsste es auch von Menschen verlangen.

Gut 75 Jahre später schrieben Versuchspersonen in zwei Studien von Cameron Jones und Benjamin Bergen, deren Plan vorab festgelegt war, fünf Minuten lang gleichzeitig mit einem Menschen und einem Programm und sollten sagen, wer der Mensch war.

73 %So oft hielten sie das Sprachmodell GPT-4.5 für den Menschen, wenn es eine bestimmte menschliche Rolle spielen sollte, öfter als den echten Menschen.
36 %So oft dasselbe Modell ohne diese Anweisung.
23 %So oft ELIZA, ein einfaches Programm aus den 1960er-Jahren.

Geprüft hat der Test allerdings nur, ob ein schriftliches Gespräch von dem mit einem Menschen zu unterscheiden ist, nicht, ob dabei etwas erlebt wird. Der Analogieschluss findet hier nur eine Ähnlichkeit, die im Schreiben. Der Schluss auf die beste Erklärung findet eine starke Konkurrenz, denn Training an menschlichen Texten und Rollenanweisung erklären die Leistung auch ohne Erleben.

Die Philosophen Eric Schwitzgebel und Jeremy Pober nennen das ein Nachahmungsargument: Wurde ein System darauf trainiert, wie ein bewusstes Wesen zu wirken, ist sein Verhalten ein schwächeres Indiz als bei einem Menschen. Turings Gleichbehandlung verliert beim Erleben deshalb viel von ihrer Kraft, denn beim Menschen steht keine gleich gute Erklärung ohne Erleben bereit, beim Sprachmodell schon.

Dass sich die Leistung ohne Erleben erklären lässt, zeigt aber nicht, dass nichts erlebt wird. Und wer den Test als Beleg für Denken gelten lässt, hat damit über das Erleben noch nichts gezeigt. Der Turing-Test ist kein Bewusstseinstest, und Turing wollte auch keinen.

Wie in der ersten Etappe gesagt: Diese Seite ist mit Hilfe des Sprachmodells Claude entstanden, und dessen Hersteller Anthropic ist in dieser Frage Partei.

Was wir wissen und woher

  1. Zuschreiben ist nicht Haben

    Dass wir sogar in Dreiecken Absichten und Gefühle sehen, zeigt etwas über uns.

  2. Das Problem des Fremdpsychischen

    Das eigene Erleben kenne ich von innen, das anderer nur aus Körper und Verhalten.

  3. Der Analogieschluss

    »Sie ist wie ich.« Er ruht auf einem einzigen Fall und reicht so weit wie die Ähnlichkeit.

  4. Der Schluss auf die beste Erklärung

    Er fragt, ob Erleben das ganze Muster am besten erklärt, und wird schwach, sobald eine gleich gute Erklärung ohne Erleben bereitsteht.

  5. Indiz, nicht Beweis

    Ein Scan kann Verstehen stark belegen, ein leerer Scan beweist nicht, dass niemand da ist.

  6. Der Turing-Test

    Er prüft ein Gespräch, nicht das Erleben, und die Nachahmung zeigt nicht, dass keines da ist.

Merksatz

Das Erleben anderer sieht niemand; wir erschließen es aus Ähnlichkeit oder als beste Erklärung, und der Schluss wird schwach, sobald eine ebenso gute Erklärung ohne Erleben bereitsteht.

In der nächsten Etappe drehe ich die Frage um. Wüssten wir alles, was sich von außen über ein Gehirn herausfinden lässt, wüssten wir dann auch, wie es sich anfühlt, dieses Gehirn zu haben? Helfen wird uns eine erdachte Wissenschaftlerin namens Mary, die alles über Farben weiß und nie eine gesehen hat.

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Selbst prüfen und begründen

Bearbeiten Sie die 6 Aufgaben der Reihe nach. Lesen Sie nach jeder überprüfbaren Antwort die Rückmeldung. Wenn Sie feststecken, hilft „Hinweis anzeigen“.

  1. Aufgabe 1

    Das wütende Dreieck

    4 MinutenAlleinHier im Kurs

    Nach dem Selbstversuch sagt Lea: »Das große Dreieck war wütend, als es die Tür zugeschlagen hat und dagegen gestoßen ist. Das habe ich doch gesehen.«

    1. Wählen Sie zuerst Ihr Urteil über Leas Satz und danach die Begründung, die dazu passt.
    2. Lesen Sie die Rückmeldung. Wenn Ihre Begründung nicht trägt, versuchen Sie es mit einer anderen.
    Ihr Urteil

    Folgt aus Leas Eindruck, dass das große Dreieck wütend war?

    Ihre Begründung

    Welche Begründung passt zu Ihrem Urteil?

    Fertig, wenn … Sie haben Urteil und Begründung gewählt und können in einem Satz sagen, warum Zuschreiben nicht Haben ist, ohne daraus zu machen, dass jede Zuschreibung wertlos sei.

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  2. Aufgabe 2

    Mills Schluss

    6 MinutenAlleinHier im Kurs

    John Stuart Mill schließt 1865 vom eigenen Fall auf die Gefühle anderer Menschen. Bauen Sie seinen Schluss in Standardform zusammen: Welche Karten tragen ihn, welche gehört unter den Strich, und welche gehören nicht dazu?

    1. Legen Sie die Karten, die Mills Schluss tragen, auf die nummerierten Plätze und die Konklusion unter den Strich. Lassen Sie liegen, was nicht zu seinem Schluss gehört.
    2. Lesen Sie bei jeder Karte, die falsch liegt oder liegen bleibt, die Rückmeldung.

    Fertig, wenn … Mills Schluss steht in Standardform, und Sie können sagen, welche Prämissen nur aus seinem eigenen Fall stammen.

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  3. Aufgabe 3

    Ähnlichkeit, Erklärung oder Eindruck?

    5 MinutenAlleinHier im Kurs

    Fünf Menschen begründen, dass in einem anderen Wesen etwas vorgeht, ein Schmerz, ein Gefühl oder ein Verstehen. Ist die Begründung jeweils ein Analogieschluss, ein Schluss auf die beste Erklärung oder eine bloße Zuschreibung, die gar keinen Schluss zieht?

    1. Lesen Sie die fünf Begründungen und ordnen Sie jede ein. Eine Kategorie kann mehrfach vorkommen.
    2. Lesen Sie bei jeder Fehleinordnung die Rückmeldung, bevor Sie neu einordnen.
    »Meine Katze hat Nerven und ein Gehirn wie ich und schreit auf, wenn man ihr auf den Schwanz tritt, so wie ich aufschreien würde. Also spürt sie dabei wohl auch Schmerz.«
    »Mein Freund hat sich an der Herdplatte verbrannt. Er zuckte zurück, kühlte die Hand, schonte sie den ganzen Abend und sagte, es brenne noch. Dass er Schmerzen hatte, erklärt all das auf einmal, und eine ebenso gute Erklärung ohne Schmerz fällt mir nicht ein.«
    »Unser Hund schaut so schuldbewusst. Er weiß genau, dass er den Kuchen gefressen hat, das sieht man ihm doch an.«
    »Die Patientin zeigte im Scanner 30 Sekunden lang genau das Muster, um das man sie gebeten hatte, und hörte auf, als man sie bat, sich auszuruhen. Ein bloßer Reflex auf ein Wort dauert nur Sekunden; dass sie verstand und folgte, erklärt das besser.«
    »Das Sprachmodell schreibt über Freude und Trauer genau so, wie ich es tun würde. Also fühlt es wohl auch wie ich.«

    Fertig, wenn … Alle fünf Begründungen sind richtig eingeordnet, und Sie können an einem Beispiel sagen, woran man einen Analogieschluss, einen Schluss auf die beste Erklärung und eine bloße Zuschreibung erkennt.

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  4. Aufgabe 4

    Zwei Befunde aus dem Scanner

    5 MinutenAlleinHier im Kurs

    Auf einer Station liegen zwei Menschen, die am Bett auf keine Aufforderung reagieren. Beide werden im Hirnscanner gebeten, sich abwechselnd vorzustellen, Tennis zu spielen und durch ihr Haus zu gehen. Bei Frau A zeigt sich dasselbe Muster wie bei gesunden Menschen, bei Herrn B zeigt sich nichts. Ein Angehöriger sagt: »Der Scanner hat es bewiesen: Frau A erlebt etwas, und Herr B erlebt nichts.«

    1. Lesen Sie den Fall. Wählen Sie Ihr Urteil über den Satz des Angehörigen und danach die Begründung, die dazu passt.
    2. Lesen Sie die Rückmeldung. Achten Sie darauf, was der Scanner beobachtet und was daraus geschlossen wird.
    Ihr Urteil

    Für wen ist der Satz des Angehörigen durch die Befunde gedeckt?

    Ihre Begründung

    Welche Begründung passt zu Ihrem Urteil?

    Fertig, wenn … Sie haben Urteil und Begründung gewählt und können für beide Befunde sagen, was sie zeigen und was nicht.

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  5. Aufgabe 5

    Tennis oder Haus

    8 MinutenZu zweit, allein möglichKursnotizen

    Ein junger Mann beantwortete in einer 2010 veröffentlichten Studie im Hirnscanner Ja-Nein-Fragen nur mit seiner Vorstellung: Für die eine Antwort stellte er sich vor, Tennis zu spielen, für die andere, durch sein Haus zu gehen. Probieren Sie aus, wie viel man davon von außen sieht. Im Versuch wurde vor jeder Frage gesagt, welche Vorstellung Ja und welche Nein bedeutet; in den Beispielen, die der Aufsatz nennt, stand Tennis für Ja und Haus für Nein, und so machen wir es auch.

    1. Person B schreibt drei Ja-Nein-Fragen an Person A auf, deren Antwort B nicht kennt und die A gern beantwortet, etwa »Haben Sie heute schon Kaffee getrunken?«.
    2. A beantwortet jede Frage, ohne zu sprechen und ohne sich zu bewegen. 30 Sekunden lang stellt sich A bei Ja vor, Tennis zu spielen, bei Nein, langsam durch die eigene Wohnung zu gehen. B beobachtet A genau und notiert zu jeder Frage einen Tipp.
    3. A nennt danach die richtigen Antworten. Wie viele hat B getroffen, und woran hat B sich orientiert?
    4. Überlegen Sie zu zweit: Was bräuchte B, um die Antworten sicher zu erkennen? Und wenn B sie mit einem Scanner sicher erkennen könnte, was wüsste B dann über A, und was wüsste B noch immer nicht?
    5. Schreiben Sie jeder für sich in Ihre Kursnotizen: »Von außen konnte ich … Mit einem Scanner könnte man … Aber auch dann …«
    6. Wenn Sie allein arbeiten, stellen Sie sich drei Fragen selbst, antworten Sie nur in der Vorstellung und überlegen Sie, was ein Beobachter an Ihnen gesehen hätte. Schreiben Sie dann die drei Sätze.

    Fertig, wenn … In Ihren Kursnotizen stehen drei Sätze darüber, was man von außen erkennen konnte, was ein Scanner zeigen würde und was auch er nicht zeigt.

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  6. Aufgabe 6

    Die Maschinenfrage: Hat es den Test bestanden?

    12 MinutenAlleinHier im Kurs

    In zwei Studien von Cameron Jones und Benjamin Bergen, deren Plan vorab festgelegt war, schrieben Versuchspersonen fünf Minuten lang gleichzeitig mit einem Menschen und einem Programm und sollten danach sagen, wer der Mensch war. Das Sprachmodell GPT-4.5 mit der Anweisung, eine bestimmte menschliche Rolle zu spielen, wurde in 73 Prozent der Fälle für den Menschen gehalten, öfter als der echte Mensch. Ohne diese Anweisung waren es 36 Prozent. ELIZA, ein einfaches Programm aus den 1960er-Jahren, das nach festen Regeln Stichwörter aus der Eingabe in vorgefertigte Satzmuster einsetzt, kam auf 23 Prozent. Im Klassenchat schreibt Nele: »73 Prozent! Dann denkt und fühlt es wie wir.« Tim antwortet: »ELIZA wurde auch in 23 Prozent der Fälle für einen Menschen gehalten, und ELIZA fühlt sicher nichts. Also fühlt GPT-4.5 auch nichts.«

    Prüfen Sie beide Reaktionen. Sagen Sie zuerst, was der Test gemessen hat. Prüfen Sie dann, welche Art von Schluss Nele zieht und wie stark er ist, und nennen Sie eine Erklärung für die 73 Prozent, die ohne Erleben auskommt. Prüfen Sie zuletzt Tims Schluss auf dieselbe Weise.

    1. Lesen Sie den Bericht über die Studien und die beiden Reaktionen.
    2. Schreiben Sie 120 bis 240 Wörter. Sagen Sie zuerst, was der Test gemessen hat. Prüfen Sie dann Neles Schluss und nennen Sie eine Erklärung für die 73 Prozent, die ohne Erleben auskommt. Prüfen Sie zuletzt Tims Schluss.
    3. Lassen Sie Ihren Text prüfen, lesen Sie die Rückmeldung zu den vier Kriterien und überarbeiten Sie die schwächste Stelle.
    Woran ich Ihren Text messe
    1. Was der Test misst Sie sagen, was der Test beobachtet und gemessen hat, und trennen das von der Frage nach dem Erleben.
    2. Neles Schluss prüfen Sie sagen, welche Art von Schluss Nele zieht und worauf er sich stützt, und prüfen, wie stark er ist.
    3. Die Erklärung ohne Erleben Sie nennen eine Erklärung für das Ergebnis, die ohne Erleben auskommt, und sagen, was sie für Neles Schluss bedeutet.
    4. Tims Schluss prüfen Sie prüfen, was Tims Vergleich mit ELIZA zeigt und was er nicht zeigt.
    Formulierungshilfen
    • Gemessen hat der Test, …
    • Nele schließt von … auf …
    • Stark wäre dieser Schluss nur, wenn …
    • Die 73 Prozent lassen sich auch erklären, ohne dass …
    • Tims Vergleich mit ELIZA zeigt …

    0 Wörter · empfohlen 120 bis 240 Wörter · bitte keine echten Namen nennen

    Fertig, wenn … Ihre erste Fassung ist abgegeben und die Rückmeldung gelesen. Die überarbeitete Fassung geben Sie spätestens bis zur nächsten Stunde ab und können dann sagen, welches Kriterium Sie damit verbessert haben.

    Weiter zum Rückblick →

Ihre Antwort noch einmal prüfen

10 Minuten
  1. Lesen Sie Ihre erste Antwort aus dem Selbstversuch, die unten wieder erscheint. Schreiben Sie in Ihre Kursnotizen, wie Sie die Frage jetzt beantworten würden, in einem Satz, der einen der beiden Schlüsse beim Namen nennt.
  2. Stellen Sie auf der Glaubenstafel jeden Regler neu ein, je nachdem, wie sicher Sie sind, dass der Kandidat etwas erlebt. Die Marke E1 über dem Regler zeigt Ihren Wert aus der ersten Etappe. Wo Sie bei diesem Wert bleiben, ziehen Sie den Regler genau auf die Marke; weichen Sie nur ab, wo Sie einen Grund dafür haben.
  3. Die Tafel nennt danach die Einschätzung, die sich am stärksten verschoben hat. Schreiben Sie in das Feld darunter, welcher Grund aus dieser Etappe die Verschiebung trägt, etwa ein Befund aus dem Scanner, eine Konkurrenzerklärung oder eine Ähnlichkeit, die Ihnen jetzt schwächer oder stärker vorkommt. Hat sich nichts verschoben, nennen Sie den Grund, der Sie am ehesten bewegt hätte.
  4. Beantworten Sie die Frage unter »Zum Weiterdenken«, schätzen Sie ein, wie sicher Sie sich jetzt fühlen, und schließen Sie die Etappe ab.
Glaubenstafel · Runde nach Etappe 2

Ist da jemand?

Wie sicher sind Sie, dass es für die folgenden Wesen und Systeme irgendwie ist, sie zu sein, dass also jemand da ist, der etwas erlebt? Stellen Sie jeden Regler auf einen Wert zwischen 0 (sicher nicht) und 100 (sicher ja). Gefragt ist Ihre ehrliche Einschätzung, nicht eine richtige Antwort.

  • offen
  • offen
  • offen
  • offen
  • offen
  • offen
  • offen
  • offen
  • offen

Ihre Werte bleiben in diesem Browser. Am Ende des Kurses kommen Sie auf diese Tafel zurück und vergleichen.

Selbsteinschätzung

Sie können das Problem des Fremdpsychischen in einem Satz formulieren, den Analogieschluss und den Schluss auf die beste Erklärung als zwei Antworten darauf prüfen, Zuschreiben von Haben unterscheiden und an Befunden aus dem Wachkoma und am Turing-Test sagen, was ein Indiz für Erleben zeigt und was nicht.

Wie sicher fühlen Sie sich damit jetzt?

Bei der Person neben Ihnen sind Sie sich vermutlich sehr sicher. Welcher der beiden Schlüsse trägt diese Sicherheit bei Ihnen am meisten, und bei welchem Kandidaten der Glaubenstafel trägt er am wenigsten?

Für Lehrkräfte · frei zugänglich

Unterricht planen und nachvollziehen

Die gesamte Planung ist offen: Ziele, Stundenabläufe, Aufgaben und erläuterte Lösungen. Schülerinnen und Schüler finden alle Arbeitsaufträge direkt auf den Etappenseiten und brauchen diese PDFs für die Bearbeitung nicht.

PDF 24 Seiten · 143 KB

Unterrichtsplan · Etappe 2

Für Lehrkräfte: Ablauf für 90 Minuten, Tafelbild, Hinweise zum Selbstversuch »Die Dreiecke«, Lösungen mit Erläuterungen, Kalibriertexte zur Schreibaufgabe und häufige Schülerfragen.

Stand: 24. September 2026

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Die PDFs lassen sich speichern und ausdrucken. Weitere Unterrichtspläne ergänze ich mit den nächsten Etappen.