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Philosophie Argumentieren · Etappe 09

Videotext · Video 19:44 Min. · 2661 Wörter

Werkstatt: Meine These

Das ist der Text, den Sie im Erklärvideo hören, nach seinen Kapiteln gegliedert. Er ist für die Stimme geschrieben; Zahlen stehen deshalb so da, wie sie gesprochen werden.

Ein leeres Plakat

Am Tag des Finales steht auf dem Pausenhof ein Tisch. Zwei Stühle, ein Plakat, und auf dem Plakat steht noch nichts. Sie haben acht Etappen hinter sich, und wenn Sie meinen Bitten gefolgt sind, liegen acht Blätter in Ihrer Mappe. Das Plakat mit These und Weil-Satz aus der ersten Etappe. Die Prüfung, ob man der These widersprechen kann, aus der zweiten. Die redlich abgeschwächte These aus der dritten. Die Standardform mit der stillen Prämisse in Klammern aus der vierten.

Die Prüfung mit beiden Fragen aus der fünften. Die Wenn-dann-Form und ihr Doppelgänger aus der sechsten. Einwand und Antwort aus der siebten. Und die Antwort, die Sie in der achten mit den acht Karten gegengelesen haben. Die Frage dieser Werkstatt lautet: Was von alledem gehört auf das Plakat, und was darunter auf den Tisch, wo nur Sie es sehen? Neuen Stoff gibt es nicht mehr. Das habe ich am Ende der achten Etappe versprochen, und ich halte es.

Stattdessen setze ich mich selbst hinter den Tisch. Ich nehme eine These, die keiner von Ihnen nehmen wird, weil sie von Lehrern handelt, und baue sie vor Ihren Augen vom leeren Plakat bis zur fertigen Tischkarte. Mit jedem Werkzeug des Bandes an seiner Stelle, und mit jeder Sackgasse, in die man dabei geraten kann. Ich verspreche Ihnen, dass ich in mindestens drei davon gerate. Das ist kein Kunstgriff, das ist der Normalfall.

Wer seine These zum ersten Mal ernsthaft prüft, findet Fehler. Die Werkstatt ist der Ort, an dem sie nichts kosten.

Kann man ihr widersprechen?

Mein erster Versuch steht schnell auf dem Plakat. Lehrer, die im Unterricht dauernd ihre Meinung sagen, sind unerträglich. Der Satz kommt aus dem Bauch, und er fühlt sich wie eine These an. Jetzt lege ich die Prüfung der zweiten Etappe an, dieselbe, die Sie damals an Ihr Plakat gelegt haben. Stellt der Satz etwas als wahr hin? Ja. Kann man ihm widersprechen? Man kann Nein sagen. Aber jetzt die Frage, die damals den Ausschlag gab: Woran würde man erkennen, dass ich recht habe?

Und hier stockt es. Unerträglich berichtet, wie ich solche Lehrer empfinde. Wer sich an meinen Tisch setzt, kann dagegen nur sagen, dass er sie gut erträgt. Dann steht Empfindung gegen Empfindung, und niemand muss eine Brücke bauen. Die Thesen auf dem Pausenhof sind fast alle Wertungen, und wir behandeln sie am Tisch wie Aussagen. Das geht, solange der Satz über die Sache redet. Mein Satz redet über mich. Er ist keine These, sondern ein Geschmacksurteil im Kostüm einer These.

Das ist die erste Sackgasse. Also schreibe ich um, und ich lege dabei fest, was ich eigentlich meine. Ein Lehrer sollte im Unterricht seine Meinung zu strittigen Fragen für sich behalten. Dem kann man widersprechen, mit einem Satz, der selbst etwas behauptet: Nein, er sollte sie sagen. Und ich kann sagen, woran man erkennen würde, dass ich recht habe. Daran, was mit dem Urteil der Schüler geschieht, wenn der Lehrer seine Meinung sagt, und wenn er sie nicht sagt.

Das kann man beobachten, befragen, vergleichen. Die These ist tischfähig. Die erste Zeile des Plakats steht.

Das Gegenbeispiel gegen mich selbst

Die zweite Zeile ist der Weil-Satz aus der ersten Etappe, die Brücke in einem Satz. Weil Schüler die Meinung ihres Lehrers übernehmen. Ich glaube diesen Satz, und ich habe ihn oft gesagt. Jetzt lege ich das Werkzeug der dritten Etappe an. Steckt darin eine Allaussage? Das Wort alle kommt nicht vor. Aber der Satz ist so gemeint: Schüler machen es eben so, jeder, ohne Ausnahme. Das ist eine Allaussage ohne ihr Signalwort, und Allaussagen kippen an einem einzigen Gegenbeispiel aus ihrer eigenen Gruppe.

Das Gegenbeispiel gegen mich selbst zu suchen ist die Pflicht des Gastgebers, und ich brauche für dieses nicht lange. Jeder, der unterrichtet, kennt die Schülerin, die grundsätzlich das Gegenteil vertritt, sobald ein Lehrer etwas gesagt hat. Aus Prinzip. Prüfen wir sie an den zwei Bedingungen. Gehört sie zur Gruppe? Sie ist Schülerin, ja. Verfehlt sie die Eigenschaft? Sie übernimmt nicht, sie tut das Gegenteil, ja. Das Gegenbeispiel trifft. Mein Weil-Satz ist gefallen, und mit ihm die zweite Sackgasse.

Was nun? Die dritte Etappe hat drei Wege gezeigt, und zwei davon sind verboten: stur bleiben, und den Zaun heimlich versetzen. Der dritte Weg ist, offen eine Stufe auf der Leiter hinunterzugehen. Alle, fast alle, die meisten, viele. Ich gehe bis viele, weil ich mehr nicht belegen kann. Weil viele Schüler dazu neigen, die Meinung dessen zu übernehmen, der ihre Noten gibt, statt sie zu prüfen. Die neue Fassung verträgt die Trotzige, weil sie sie ausdrücklich einräumt.

Sie behauptet weniger, und sie stimmt. Und achten Sie auf etwas: Beim Abschwächen ist ein Grund ans Licht gekommen, der vorher nur im Hinterkopf war. Die Note. Das passiert oft. Wer abschwächt, findet den eigentlichen Grund.

Der Bauplan

Zwei Zeilen stehen auf dem Plakat, These und Weil-Satz. In der vierten Etappe ist aus der Karte mit zwei Zeilen die Standardform geworden, und die zeichne ich jetzt. Der Weil-Satz wird die erste Prämisse. Ich schreibe ihn als Wenn-dann-Aussage, weil er eine ist. Prämisse eins: Wenn ein Lehrer im Unterricht seine Meinung zu einer strittigen Frage sagt, dann übernehmen viele Schüler sie, statt sie zu prüfen. Und jetzt die Probe der vierten Etappe: Trägt dieser eine Pfeiler das Also?

Nein. Aus viele übernehmen, statt zu prüfen, folgt noch nicht, dass der Lehrer schweigen sollte. Es fehlt der Satz, den ich beim Diskutieren immer stillschweigend vorausgesetzt habe: dass Übernehmen statt Prüfen im Unterricht etwas Schlechtes ist. Ich trage ihn in Klammern ein, damit jeder sieht, dass dieser Pfeiler von mir stammt, und ich wähle die schwächste Fassung, die die Lücke gerade schließt. Prämisse zwei, in Klammern: Was viele Schüler davon abhält, ein eigenes Urteil zu prüfen, sollte ein Lehrer im Unterricht unterlassen.

Also: Ein Lehrer sollte im Unterricht seine Meinung zu strittigen Fragen für sich behalten. Die stille Prämisse habe ich übrigens nicht erfunden. Sie steht seit neunzehnhundertsechsundsiebzig sinngemäß in einem Text, den Politiklehrer den Beutelsbacher Konsens nennen: Es sei nicht erlaubt, Schüler zu überrumpeln und sie damit an der Gewinnung eines selbständigen Urteils zu hindern. Ob der Lehrer seine eigene Meinung sagen darf, lässt der Text offen, und genau darüber streiten Lehrer bis heute.

Meine stille Prämisse ist das, worauf sich beide Seiten einigen könnten. Das macht sie zum besten Pfeiler, den ich habe. Und ich sage gleich: Darin täusche ich mich. Der Plan ist gezeichnet, und ich unterschreibe nur in dieser Zeile. Geprüft ist noch nichts.

Zwei Stempel und ein Doppelgänger

Die fünfte Etappe hat die Zeile geprüft mit zwei Stempeln gefüllt, und ich stelle beide Fragen getrennt und in dieser Reihenfolge. Erst der Übergang. Ich decke die These zu, lese nur die Prämissen und stelle die Probefrage. Wären beide wahr, könnte die These dann falsch sein? Ich finde keinen Fall. Zur Sicherheit baue ich das Gegenbeispiel auf der Form: Bauplan behalten, Inhalt austauschen. Wenn jemand Kaffee trinkt, schläft er schlecht.

Was schlechten Schlaf verursacht, sollte er lassen. Also sollte er den Kaffee lassen. Wahre Prämissen, und die Konklusion folgt. Der erste Stempel: gültig. Dann die Prämissen, jede einzeln, mit der Frage, woran ihre Wahrheit hängt. Die erste hängt an Erfahrung und an Zahlen, die ich nicht habe. Ich glaube sie, weil ich sie erlebt zu haben meine, und weil sie zu meiner These passt. Das ist genau die Zeile, die die fünfte Etappe die ehrliche genannt hat: eine Prämisse, die ich nie geprüft habe und trotzdem glaube, weil mir die These gefällt.

Ich markiere sie. Die zweite hängt an einem Wert, und Werte teilt nicht jeder. Aber diesen teilen die meisten, und ich nehme an, dass sie am Tisch nicht als Erste fällt. Den zweiten Stempel, stichhaltig, kann ich nicht setzen; dafür müssten beide Prämissen wahr sein, nicht nur geglaubt. In der Zeile steht: gültig, erste Prämisse zu belegen, zweite strittig. Bleibt die sechste Etappe. Meine erste Prämisse ist eine Einbahnstraße vom Vordersatz zum Nachsatz: Wenn der Lehrer die Meinung sagt, dann übernehmen viele.

Mein Schluss hat die Gestalt des Modus tollens, nur mit einem Sollte an beiden Enden; ich vereinfache hier ein wenig. Wichtiger ist der Doppelgänger, den ich vermeiden muss. Er lautet: Der Lehrer sagt seine Meinung nicht, also übernehmen die Schüler nicht. Das ist die Verneinung des Vordersatzes, und sie trägt nicht. Ein Lehrer, der schweigt, hat damit niemanden zum eigenen Urteil gebracht. Die Schüler können die Meinung ihrer Eltern übernehmen, oder die eines Videos, das gerade läuft.

Mein Argument behauptet das auch nicht. Was der Lehrer stattdessen tun sollte, ist eine andere Frage. Ich merke sie mir, denn ich ahne, dass sie gleich wiederkommt.

Der stärkste Einwand

Jetzt wechsle ich die Seite, wie in der siebten Etappe. Ich setze mich auf den Stuhl des Gastes und suche den Einwand, den meine schärfste Gegnerin unterschreiben würde. Es melden sich drei. Der erste: Mein Geschichtslehrer hat uns letztes Jahr gesagt, was er wählt, und das war die beste Stunde des Jahres. Bevor ich diesen Einwand an eine Adresse trage, kommt die Vorfrage der siebten Etappe. Trifft er die Sache?

Nehmen wir an, der Satz stimmt. Wird meine These dadurch unwahrscheinlicher? Meine These redet davon, was mit dem Urteil der Schüler geschieht. Der Satz redet davon, wie gut die Stunde war. Er trifft das Thema und verfehlt die These. Das ist die dritte Sackgasse, diesmal auf der Seite des Gastes. Am Tisch würde ich ihn freundlich beiseitelegen: Das mag stimmen, aber zu unserer Frage sagt es nichts. Der zweite geht an die erste Prämisse.

Woher wissen Sie, dass viele übernehmen? Vielleicht ist die Meinung des Lehrers die einzige, die Schüler wirklich prüfen, weil sie ihn gern widerlegen würden. Das ist ein begründeter Zweifel an einer Stütze, und mehr muss er nicht leisten. Er trifft die Prämisse, die ich selbst als die wackligste markiert habe. Ich hätte ihn erwartet. Der dritte ist der stärkste, und er kommt von einer Seite, die ich nicht erwartet hatte.

Ein Lehrer, der seine Meinung verschweigt, führt seinen Schülern jede Woche vor, dass man bei strittigen Fragen besser den Mund hält. Und er nimmt ihnen die eine Meinung weg, die sie aus nächster Nähe prüfen könnten. Das hält vom eigenen Urteil mehr ab als eine Meinung, die offen auf den Tisch gelegt wird. Wo landet dieser Einwand? Er bestreitet keine meiner Prämissen. Er lässt beide gelten und zeigt, dass mein Also trotzdem nicht trägt.

Denn es trägt nur, wenn das Schweigen selbst niemanden vom Urteil abhält. Diesen Satz habe ich nie aufgeschrieben. Er ist eine zweite stille Prämisse, die ich beim Zeichnen übersehen habe. Das ist ein Angriff auf den Übergang: Er nennt die fehlende Prämisse, ohne die das Also in der Luft hängt. Und er trifft die Sache, denn wenn er stimmt, wird meine These unwahrscheinlicher. Ich hatte vermutet, dass die erste Prämisse zuerst fällt.

Es ist der Übergang. Damit habe ich mich in dem Punkt getäuscht, den ich Ihnen angekündigt hatte.

Drei Wege

Was ein Treffer beweist, wissen Sie. Meine These ist jetzt unbelegt, nicht widerlegt. Sie steht ohne tragende Stütze da, und die Begründungspflicht aus der ersten Etappe liegt wieder bei mir. Die siebte Etappe hat drei Wege genannt, und ich gehe sie der Reihe nach durch. Erstens: eine Prämisse nachbelegen. Das hilft hier nicht, denn getroffen wurde keine Prämisse, sondern der Übergang. Zweitens: die fehlende Brücke ausschreiben und verteidigen. Die Brücke hieße: Ein Lehrer, der seine Meinung für sich behält, hält damit niemanden vom eigenen Urteil ab.

Ich schreibe sie hin, ich sehe sie mir an, und ich kann sie nicht verteidigen. Der Gast hat recht. Wer Woche für Woche schweigt, lehrt Schweigen. Bleibt drittens: die These abschwächen, offen, und sagen, was die neue Fassung noch behauptet und was nicht mehr. Die neue Fassung lautet: Ein Lehrer sollte seine Meinung zu einer strittigen Frage im Unterricht erst sagen, wenn die Schüler ihre eigene gebildet haben, und dann so, dass sie geprüft werden kann.

Sie behauptet noch, dass die Reihenfolge zählt, aus dem Grund, der in meiner ersten Prämisse steht. Sie behauptet nicht mehr, dass der Lehrer schweigen soll. Der Einwand des Gastes ist damit nicht abgewehrt, sondern eingebaut. Er hat meine These besser gemacht. Und sie ist immer noch strittig, denn es gibt Kollegen, die sagen, ein Lehrer solle seine Meinung nie sagen, und andere, die sie von Anfang an auf den Tisch legen.

Aber sie ist eine These, hinter der ich sitzen kann. Sehen Sie, was in dieser Werkstatt geschehen ist. Ich bin umgestimmt worden, bevor sich der erste Gast gesetzt hat. Das Plakat, mit dem ich am Finale sitze, ist nicht das, mit dem ich angefangen habe. Das ist kein Unfall, das ist der Sinn der Sache. Und falls Sie es bemerkt haben: Ich habe mich in diesem Kurs an die abgeschwächte These gehalten.

Meine Meinung zu einer strittigen Frage haben Sie zum ersten Mal in der neunten Etappe gehört.

Am Tisch

Die Tischkarte ist fertig. Jetzt zum Tisch selbst, denn dort gelten die Regeln der ersten Etappe, und sonst keine. Wer sich setzt, greift an; wer dahinter sitzt, verteidigt. Das heißt: Sobald ein Gast ernsthaft zweifelt, ist meine Brücke fällig, und ich stelle sie vor, wie sie auf der Karte steht, Prämisse für Prämisse. Es heißt auch, dass der Gast seine Brücke schuldet, sobald er selbst etwas behauptet. Ich darf ihn ruhig danach fragen: Woran zweifeln Sie an meinem Weil?

Es zählen nur Argumente. Das heißt: Beiträge, die die Sache nicht treffen, lege ich beiseite, ohne sie für falsch zu erklären, und führe zurück zu der Frage, um die es geht. Und ich bin Lehrer; das Ad hominem wird kommen. Sie sind doch selbst Lehrer, natürlich sagen Sie das. Für diesen Moment hat die achte Etappe drei Schritte gegeben. Benennen, was gerade geschehen ist, ohne Urteil über die Person. Die Prüffrage der Karte laut stellen: Wäre mein Argument schlechter, wenn jemand anderes es vorgebracht hätte?

Und zurück zur Frage. Was ich dabei nicht tue: die These des Gastes für erledigt erklären, weil er ein Manöver gebraucht hat. Das wäre mein eigener Fehlschluss. Wer an der Werkbank inzwischen Geselle oder Meister ist, erkennt die acht Karten im Moment ihres Fallens. Wer noch Lehrling ist, hat bis zum Finale Zeit. Und das Letzte. Wenn der Gast einen Pfeiler trifft, den ich nicht nachbelegen kann, dann sage ich das.

Da haben Sie recht, das kann ich nicht belegen. Dann schwäche ich am Tisch ab, offen, oder ich gebe den Punkt. Jeder, der schon einmal mitten im Streit gemerkt hat, dass der andere recht hat, kennt das Gefühl. Es ist kein gutes. Aber genau dafür stehen die Tische da. Wer sie verlässt, ohne umgestimmt worden zu sein, geht mit einer Überzeugung nach Hause, die geprüft ist, Pfeiler für Pfeiler. Wer umgestimmt worden ist, geht mit einer besseren.

Beide haben gewonnen.

Die Tischkarte

Was auf das Plakat gehört, ist eine Zeile: die These, in der Fassung, die alle Prüfungen überlebt hat. Alles andere liegt auf der Tischkarte darunter, in der Reihenfolge der Etappen. Die These, der man widersprechen kann. Der Weil-Satz, auf Allaussagen geprüft und offen abgeschwächt. Die Standardform, mit der stillen Prämisse in Klammern. Der Prüfvermerk: die Probefrage, das Raster der Formen, und zu jeder Prämisse, woran sie hängt. Der stärkste Einwand, mit seiner Adresse.

Die Antwort, auf einem der drei Wege, oder der Punkt für den Gast. Und drei Sätze, die Sie am Tisch wirklich sagen: die Brücke vorstellen, einen Beitrag beiseitelegen, einen Treffer zugeben. Sehen Sie sich die Brücke noch einmal an. Jede Etappe hat eine Marke an ihr hinterlassen, und zum ersten Mal sind alle acht da. Das ist das Handwerkszeug dieses Bandes, und Sie haben es in der Hand. Was jetzt noch kommt, ist kein Stoff mehr.

Zuerst eine Generalprobe, in der Sie das Format des Abschlusstests einmal ohne Note durchspielen. Dann der Abschlusstest, in dem Sie ein fremdes Argument in Standardform bringen und eines an der richtigen Stelle kritisieren. Beides kündige ich im Unterricht an. Und dann das Finale auf dem Pausenhof, mit Ihrem Plakat und Ihrer Tischkarte. Im nächsten Schuljahr kommt Ihre These wieder auf den Tisch, und Band zwei fragt, worüber Sie dabei eigentlich reden: was sollte, gerecht und Meinung in Ihrer These bedeuten, und ob der Gast dasselbe darunter versteht wie Sie.

Bis dahin: an den Tisch.

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